In diesem jazzigen Singer-Songwriter Programm kommt Esther Bächlins vielseitiges musikalisches Wirken zum Vorschein: Herzstück der selbstgesungenen Songs sind die tiefgründigen, bildhaften Texte, die oft gleichzeitig mit der Musik entstehen.
In ihnen spiegelt sich eine grosse Bandbreite von Stilistiken, die sich Esther im Laufe der Jahre zu eigen gemacht hat. Soul, Pop, Jazz, Blues, Rap, Latin-Jazz sowie balladeske Instrumentalstücke verschmelzen auf organische Weise zu einer neuen, authentischen Sprache.
Angereichert durch kraftvoll-ruhige oder perlig-dynamische Pianosolos und feurige Unisono-Improvisationen berührt Esther’s Musik die Zuhörenden in ihrer blumigen Vielfalt und dem Wechsel zwischen Schlichtheit und wilder Schönheit.
Auch wenn die Kompositionen relativ konventionelle „Verse-Refrain“ Strukturen aufweisen, sucht Esther immer wieder neue Freiräume für spontane Kreativität. Dieser Balanceakt zwischen Komposition und Improvisation bedeutet eine musikalische Herausforderung, da die Musikerin beide Instrumente gleichzeitig, interaktiv sowie unabhängig voneinander einsetzt.
Die Kombinationsmöglichkeiten von Piano und Stimme sind fast unerschöpflich, und die Rollen der Instrumente können beliebig schnell gewechselt werden. Die Sängerin weiss stets, wohin die spontanen Entgleisungen der Pianistin führen. Deshalb kann die Musik auf ihrer Reise manchmal auch auf sehr verschlungene Pfade führen.
In diesem Soloprogramm erwartet die Zuhörenden ruhigere Piano-Meditationen, die grösstenteils improvisiert und teilweise auskomponiert sind. Esther verbindet sich während dem Musizieren mit feineren Schwingungsebenen ihres Herzraumes und lässt die Musik durch sich hindurch fliessen. Die intuitiven Improvisationen haben etwas Versöhnliches und Transformierendes. Die nachträglich entstandenen Stücktitel bezeichnen verschiedene während des Spiels empfundene Energie-Qualitäten.
Beim Lauschen dieser Musik eröffnen sich den Zuhörenden neue Innenräume und eine transzendierende Wahrnehmung von Raum und Zeit. Gefühle von Zeitlosigkeit oder eine intensivere Wahrnehmung des „Ich-Bin“-Moments stellen sich ein.
Auch in ruhigen Passagen wirkt die Musik tief und absichtsvoll. In der Schlichtheit steckt die Fülle, je einfacher und stiller die Musik, desto mehr Wärme und innere Schönheit kann sie entfalten: Atem und Fluss - Flow And Breath!